Sports, Medicine and Health Summit | 22. - 24. Juni 2023 I CCH Hamburg
Interview mit Prof. Dr. Claus Reinsberger

Sports, Medicine and Health Summit: Ein Erfolgsmodell geht in die zweite Runde

Nach dem rundum positiven Feedback zum ersten Sports, Medicine and Health Summit im Jahr 2021 plant die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) bereits die zweite Auflage des Erfolgskongresses. Der Summit findet vom 22. bis 24. Juni 2023 im Congress Center Hamburg statt und umfasst auch die Jahreskongresse von DGSP und EIEIM. Das interdisziplinäre Fortbildungsforum für Mediziner, Wissenschaftler und Praktiker aus den Bereichen Sport, Bewegung und Gesundheit verbindet Theorie und Praxis und schafft dadurch einzigartige Synergien, um Menschen für mehr Bewegung und einen aktiveren Lebensstil zu begeistern. Die DZSM sprach mit Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Kongresspräsident des Summits, Leiter des Sportmedizinischen Instituts an der Universität Paderborn sowie Mitglied im Wissenschaftsrat der DGSP.

Sports, Medicine and Health Summit 2023

Herr Prof. Reinsberger, wie zufrieden sind Sie rückblickend mit der ersten Ausgabe des neuen Formats im vergangenen Jahr?

Der erste Sports, Medicine and Health Summit wurde sehr, sehr gut angenommen und wir haben quasi nur positive Rückmeldungen erhalten. Ich kann nur sagen: Hut ab vor den Organisatoren, vor allem dem Initiator der Hamburg Declaration und damaligen Kongresspräsidenten Prof. Steinacker, dem Organisationsteam von CPO Hanser und allen beteiligten Personen! Es war eine Riesenleistung, das Event zunächst als Präsenzveranstaltung zu planen und dann komplett online durchzuführen. Das war ein beeindruckender erster Aufschlag und das Format ist einfach klasse.

Planen Sie den zweiten Summit als Präsenzveranstaltung, Hybrid- oder Onlinekongress?

Wir planen einen Präsenzkongress, was dem neuen Format einfach mehr entspricht, denn wir wollen ja noch mehr Praxis anbieten. Allerdings haben wir das Feedback bekommen, dass bei einigen Veranstaltungen die Möglichkeit, sie hinterher nochmals anzusehen, sehr großen Anklang gefunden hat. Deshalb werden wir einige Sessions auch später on-demand verfügbar machen, beispielsweise einige Plenarsitzungen oder wissenschaftliche Vorträge und Symposien.

Welche Zielgruppen sprechen Sie an?

Der Summit wendet sich, wie schon 2021, an Professionals aus Medizin, Wissenschaft, Therapie, Training und Übungsleitung in den Bereichen Sport, Bewegung und Gesundheit sowie an Gesundheitsfachberufe. Noch mehr als letztes Mal wollen wir 2023 die praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzte sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs ansprechen. Das heißt zum Beispiel, dass es mehr klinische Angebote im Rahmen der Weiterbildung gibt, etwa Hands-on-Workshops oder Zwei-Tages-Kurse (ZTK), die man sich zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin anrechnen lassen kann – inklusive der praktischen Anteile. Wir haben in der Programmkommission sogar eine eigene Sektion, die sich diesem Schwerpunkt widmet. Für den Nachwuchs werden sich die Interest Groups, die vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurden, treffen und es wird eine starke Vernetzung mit dem Nachwuchssymposium der DGSP geben, das dieses Jahr in Tübingen stattfindet. Wie werden die inhaltlichen Angebote für den Nachwuchs gezielt so setzen, dass die jungen Leute einen Anreiz bekommen, klinisch und wissenschaftlich im Bereich der Sportmedizin tätig zu werden.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte sind geplant?

Bislang stehen vier große inhaltliche Säulen fest, die durch eine starke Expertise der DGSP getragen sind:

■ Sport und Covid-19
■ Rund um den Rücken
■ Leistungssport
■ Neurologische und neurowissenschaftliche Aspekte von Sport und körperlicher Aktivität

Diese zentralen Schwerpunktthemen werden sich in allen Programmformaten wiederfinden, also in Plenarsitzungen, wissenschaftlichen Symposien, Transfer-Sessions, Hands-on-Sessions für Praktiker sowie Poster-Sessions für den Nachwuchs. Wir werden allerdings darüber hinaus auch noch weitere Schwerpunkte anbieten.

Auf welche Highlights dürfen sich die Interessenten freuen?

Was die großen Speaker angeht, sind wir noch mitten in der Planung. Zu den besonders attraktiven Angeboten zählen sicherlich die geplanten ZTK-Module. Auch die Event-Ausstellung wird ein Highlight werden: Wir planen hierbei keine reine Industrieausstellung, sondern ein wirklich großes Event mit viel Leben und Action, wobei in der Ausstellung auch die wichtigen Programmpunkte verankert werden sollen.

Welche Kooperationspartner sind mit im Boot?

Veranstalter des Summits sind wieder die SportMedService GmbH der DGSP und CPO Hanser. Darüber hinaus ist die European Initiative for Exercise in Medicine (EIEIM) in die Programmkommission eingebunden, vor allem für den internationalen Bereich. Im Rahmen des Summits finden auch die 50. Jahrestagung der DGSP sowie der 11. Congress of Exercise is Medicine statt. Ein sehr wichtiger Partner ist weiter die Freie und Hansestadt Hamburg, die als Global Active City den Summit nach Kräften unterstützt. Gemeinsam sind hierbei auch spannende Bewegungsangebote geplant. Außerdem werden viele weitere medizinische Gesellschaften und Verbände mit von der Partie sein.

Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem ersten Summit, der ja in seiner Form ein Novum war, mit in die zweite Ausgabe?

Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass das wissenschaftlich sehr hochkarätig besetzte Programm bei den Teilnehmenden extrem gut ankam. Dieses Niveau wollen wir natürlich fortführen. Außerdem gehen wir davon aus, dass das neue interdisziplinäre Format durch die Präsenz noch spektakulärer wird, wenn man die Teilnehmenden tatsächlich live erlebt und netzwerken kann. Was wir noch optimieren wollen, ist der Transfergedanke, das heißt: Wir wollen all die Erkenntnisse, die uns die Wissenschaft bietet, noch mehr in die Praxis bringen. Damit wenden wir uns insbesondere an die praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzte, aber auch an andere Berufsgruppen, die im Bereich Sport und Gesundheit unterwegs sind, etwa Profesionals aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie sowie Training und Übungsleitung. Deren praktische Themen wollen wir auf dem Summit noch klarer und mit allen Facetten abbilden.

Wie kann man sich bei der Programmplanung einbringen?

Alle, die sich am Summit beteiligen wollen, sind aufgerufen das wissenschaftliche Programm aktiv mitzugestalten und eigene Symposien und Sessions zu bestimmten Themen vorzuschlagen und anzubieten. Diese werden dann von der Programmkommission begutachtet.

Das Interview führte Marion Trutter. Der Artikel ist auf der DZSM Website erschienen.